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Abfall- und Recyclingtechnik

Sekundärressourcen nutzbar machen, Klimaschutz und Energiequellen

Der VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik betreut eine der ältesten Brachen der Welt. Doch die Welt ist im Wandel. Ging es früher in erster Linie um die Beseitigung unerwünschter Restmaterialien, so führte ein neues Umweltverständnis, beschränkte Rohstoffvorkommen, steigende Rohstoffpreise und politische Abhängigkeiten einiger Rohstofflieferanten zu einem Umdenken. Im Laufe der letzten 30 Jahre hat sich die Abfallwirtschaft – zumindest in Europa – zu einer Kreislaufwirtschaft entwickelt. Heute wird die Branche auch als Sekundärrohstoffwirtschaft verstanden.

Sekundärressourcen

Eisen- und Nichteisenmetalle, Papier, Holz, Kunststoffe oder seltene Erden sind Materialien, die mit modernen Technologien aus Abfall zurückgewonnen werden. Die Staaten der Europäischen Union sind bei den Recyclingquoten dank Abfall- und Recyclingtechnik führend. Die Quote für Papier liegt bei knapp 70 Prozent. Heute schon werden 13 Prozent des Rohstoffbedarfs der deutschen Industrie mittels Sekundärressourcen gedeckt. Allen voran metallische Materialien.

Klimaschutz

Abfall- und Recyclingtechnik trägt in vielerlei Hinsicht zum Klimaschutz bei. Auf der einen Seite wird durch die Gewinnung von Sekundärressourcen und deren Verwendung weniger CO2 ausgestoßen, auf der anderen Seite wird durch die umweltgerechte Entsorgung von Kühlgeräten oder den Betrieb von Deponien nach Stand der Technik die Emission von Methan vermieden.
Kunststoffe – mit Ausnahme von biobasierten – werden aus der endlichen Ressource Erdöl hergestellt. Das Recycling und ggf. die energetische Verwertung sind technisch ausgereifte Möglichkeiten, nachhaltig zu wirtschaften. Die Verwendung von einer Tonne rezykliertem Kunststoff spart 2,5 t CO2 und schont zusätzlich vorhandene Erdölreserven.
Besonders Kühlgeräte haben aufgrund der enthaltenen Treibmittel bei unsachgemäßer Entsorgung ein hohes Klimaschädigungspotential. Alleine die sachgemäße Behandlung eines Kühlschrankes vermeidet 2.000 t CO2-Emissionen. Darüber hinaus hilft das Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten, wertvolle Sekundärrohstoffe – wie Kunststoffe oder Metalle – zu gewinnen.

Energiequellen

Regenerative Energiequellen sind in aller Munde. Ein Teil hiervon sind waste-to-energy-Anlagen der Abfallwirtschaft, allen voran Biogas- und Deponiegasanlagen oder auch Müllverbrennungsanlagen. Ergänzt wird das Portfolio durch Anlagen zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen. Die Ersatzbrennstoffe werden häufig in der Zementindustrie eingesetzt.
Das Intelligente an waste-to-energy ist, Abfall entsteht immer und kann so sinnvoll und klimaneutral als Energiequelle genutzt werden.

Mehr erfahren unter: www.vdma.org/waste