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Höhere Durchmischung für besseren Biogas-Ertrag

Das erfolgreiche Pumpensystem NEMO B.Max vereint Mischen und Pumpen in einem Schritt, was die Flexibilität und Effizienz auf Biogasanlagen verbessert


Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit:

Die Herausforderung war, die Effizienz von Biogasanlagen zu steigern. Das Ziel ist es, den Stromverbrauch der Anlage zu senken und die Energieausbeute zu erhöhen. Zusätzlich soll die neue Technik die Anforderung der flexiblen Substrateinbringung erfüllen. Nicht nur Mais sondern auch alternative Rohstoffe sollen in Biogasanlagen verwertet werden. Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach regenerativen Energien, sind die Betreiber von Biogasanlagen an einem erhöhten „Energie-Output" interessiert.

Die Ausgangssituation:

Die Problematik lag in der Trockenbeschickung, d. h. die bisherige Technik hat das trockene Substrat direkt in den Fermenter eingebracht. Das trockene Substrat lässt sich wiederum im Fermenter nur sehr schwer vermischen und verklumpt relativ schnell. Dadurch steigt die Gefahr, dass sich eine Schwimmdecke im Behälter bildet oder das biologische Gleichgewicht im Behälter kippt. Zwar lässt sich der Prozess durch Rührwerke weitestgehend verhindern, jedoch ist dies mit einem hohen Stromverbrauch und mit zum Teil biologischen inaktiven Bereichen verbunden.

Die Lösung:

Mit dem Pumpensystem NEMO B.Max werden die beiden Vorgänge, Mischen und Pumpen, in einem Schritt vereint. Die Innovation liegt zum einen in der neu entwickelten Misch- und Förderschnecke. Die verstärkten und versetzten Schneckenflügel der Misch- und Förderschnecke sorgen für ein maximales Durchmischen und Homogenisieren der Medien. Zum anderen liegt sie in der konstruktiven Änderung des Trichtergehäuses. Der lageoptimierte Zuführstutzen führt zu einer maximalen Vermischung der Substrate. Aus diesen Änderungen ergibt sich ein geringerer Verschleiß des Systems, welcher zu einer Steigerung der Betriebssicherheit führt. Zusätzlich ist die Anlage unempfindlicher gegenüber Störungen.

Die nachhaltigen Stärken:

Diese Technologie bei der Mischpumpe NEMO B.Max führt zu einer hohen Flexibilität in der Substrateinbringung. Die Möglichkeit, alternative Rohstoffe wie Grassilage, Zuckerrüben oder Lebensmittelreste mithilfe der NEMO B.Max zu nutzen, verringert die Abhängigkeit vom Mais. Durch die optimale und direkte Animpfung des Substrates wird eine erhöhte Betriebsstabilität des Fermenters erreicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Fermentervolumen optimal ausgenutzt wird und daraus eine verbesserte Gasproduktion resultiert. Die von NETZSCH angewandte Form der Breibeschickung reduziert die nötige Rührwerkslaufzeit und der Stromverbrauch wird somit gesenkt. Aufgrund der Verfahrensänderung ist die Beschickung mit dem Substratbrei von einer Zentralpumpe möglich, wodurch mehrere Fermenter aus diesem Aggregat gefüttert werden können.

Die Erfinder:

Unser Spezialist für den Biogasbereich, Herr Thorsten Gilles hat in enger Zusammenarbeit mit dem Vertriebsteam und dem Produktmanagement die Innovation maßgeblich vorangetrieben. Der Diplom- Biologe ist seit 2003 bei der Firma Netzsch im Vertrieb tätig.

Kurzprofil des Unternehmens:

Name: NETZSCH Mohnopumpen GmbH
Hauptsitz: Waldkraiburg
Gründungsjahr: 1962
Mitarbeiter: ca. 480
Lösungen: Exzenterschneckenpumpen, Drehkolbenpumpen, Zerkleinerer, Dosier-Systeme
Internationalität: vier Entwicklungs- und Produktionsstandorte sowie 23 Vertriebsgesellschaften, ein Kooperationspartner und über 200 NETZSCH Vertretungen