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Leicht, dynamisch, energieeffizient: Greifmodule aus CFK

Der Großhubgreifer CGH von SCHUNK hat ein geringes Gewicht und zugleich jede Menge Power.

Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit:

Der Energiebedarf und die Dynamik von Automationslösungen hängen maßgeblich von den zu handhabenden Lasten ab. Während das Teilegewicht in der Regel vorgegeben ist, stecken in den Handhabungssystemen zum Teil noch enorme Potenziale zur Gewichtsreduktion. Im Rahmen des Effizienzprojekts „Blue Sigma" hat sich SCHUNK zum Ziel gesetzt, das Gewicht von Großhubgreifern zu reduzieren und zugleich deren Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Die Ausgangssituation:

Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften hat sich Aluminium bei Greifern, Drehmodulen und Linearachsen seit langem als Werkstoff bewährt. Es überzeugt hinsichtlich Gewicht, Langlebigkeit, Festigkeit, Oberflächenbeschaffenheit, Belastbarkeit und Zerspanbarkeit. Hingegen konnten sich die deutlich leichteren und zugfesteren Kohlefaserverbundwerkstoffe bislang nicht als Alternative etablieren, da für deren Verarbeitung andere, bislang sehr kostenintensive, Fertigungstechnologien erforderlich waren.           

Die Lösung:

Um das Gewicht von Greifmodulen zu senken gibt es drei wesentliche Ansatzpunkte: Materialeinsparungen am Gehäuse, kleinere, dafür aber leistungsdichtere Baugrößen sowie der Einsatz leichterer Werkstoffe. Beim Großhubgreifer CGH hat SCHUNK alle drei Aspekte verwirklicht: Indem das im RTM-Verfahren hergestellte CFK-Greiferge-häuse beanspruchungsgerecht ausgelegt wurde, war es möglich, einen leichten und zugleich außerordentlich biege- und torsionssteifen Greifer zu realisieren. Aus-gestattet mit entkoppelten Kugelumlaufwägen erreicht das Modul einen enormen Wirkungsgrad, so dass rund 90 % der eingesetzten Energie am Finger ankommen. Indem sich der Hub beliebig skalieren lässt, können Taktzeiten und Druckluftverbrauch zusätzlich minimiert werden. Verglichen mit leistungsgleichen Großhubgreifern aus Aluminium sinken sinkt das Greifergewicht, und damit der zur Bewegung des Greifers erforderliche Energiebedarf, bei Einsatz des CGH um über 80 %. Zudem reduziert sich der Druckluftverbrauch um über 40 %. Aufgrund der geringeren Masse des Greifers können auch die Module der übergeordneten Anlage kleiner und energieeffizienter ausgelegt werden.

Die nachhaltigen Stärken:

Verglichen mit konventionellen Großhubgreifern verbraucht der Leichtbaugreifer CGH von SCHUNK deutlich weniger Energie/CO2. Anwender profitieren zusätzlich von reduzierten Taktzeiten und von der Möglichkeit, unterschiedlich große Teile im Wechsel zu handhaben.
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Die beschriebene Innovation…

Die Erfinder:

Die SCHUNK-Entwicklungsabteilung Standardgreifsysteme versteht sich seit jeher als Vorreiter im Bereich effizienter Lösungen für Handhabung und Montage. Im Laufe von 30 Jahren entstand auf diese Weise das weltweit größte Produktprogramm für Standardgreifer (über 10000 Komponenten). In Verbindung mit den umfassenden Systemprogrammen in der Spanntechnik bietet SCHUNK eine am Markt einzigartige Synergie aus beiden Bereichen.

Kurzprofil des Unternehmens:

Name: SCHUNK GmbH & Co. KG
Hauptsitz: Lauffen/Neckar
Gründungsjahr: 1945
Mitarbeiter: 2000
Lösungen:

  • Systemprogramm Greifsysteme: Greifmodule, Drehmodule, Linearmodule, Roboterzubehör, Komponenten für die Modulare Montageautomation, Greifsystemlösungen.
  • Mobile Greifsysteme
  • Systemprogramm Spanntechnik: Werkzeughaltersysteme, Stationäre Spannsysteme, Drehfutter, Spannbacken, Hydro-Dehnspanntechnik Sonderlösungen und Magnettechnik
  • Lasertechnik

Internationalität: 26 Tochtergesellschaften im Ausland

URL: www.schunk.com