Asset Publisher Asset Publisher

Nachrüstung von Bearbeitungszentren mit frequenzgeregelter KSS-Pumpe

Ressourceneffiziente Maßnahme mit hohem Einsparpotenzial bei Energie- und Unterhaltskosten

Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit:

Um Prozesslösungen im Sinne der Nachhaltigkeit optimal auszulegen, ist eine umfassende Betrachtung des Bearbeitungsprozesses Grundvoraussetzung. Bereits die Entscheidung, ob ein Prozess zum Beispiel ein- oder zweispindlig ist, automatisiert wird und in wie vielen Spannlagen ein Werkstück fertig bearbeitet ist, hat maßgeblichen Einfluss auf den Verbrauch von Energie und Produktionsfläche. Deshalb sind die Werkzeugmaschine und die Peripherie betreffend innovative Lösungen gefragt, um effizienter zu produzieren und dabei Ressourcen und Kosten einzusparen.

Die Ausgangssituation:

Nahezu alle Bearbeitungsprozesse benötigen Kühlschmiermittel. Die für die Zu- und Abfuhr normalerweise eingesetzten Pumpen waren bisher ungeregelt und wurden unabhängig vom realen Bedarf immer mit maximaler Leistung betrieben. Ineffizienter Energieeinsatz und negative Einflüsse auf die Standzeit der Kühlflüssigkeiten durch die Abwärme der Pumpenmotoren sind als Negativfaktoren hervorzuheben.

Die Lösung:

Ein Innovationsteam aus den Bereichen Fluidtechnik, Elektrik und Mechanik sowie der Konstruktion und dem Einkauf hat sich der Aufgabe angenommen, eine praktikable und kostengünstige Lösung zu finden. Ein kundenspezifischer Bearbeitungsprozess, bei dem ungeregelte KSS-Pumpen eingesetzt werden, wurde analysiert. So bekam man konkrete Zahlen der Verbrauchsdaten an Energie und Kühlschmierflüssigkeiten. Jede einzelne Operation des Bearbeitungsprozesses wurde untersucht und die jeweils benötigten Minimal- und Maximalvolumen an Kühlschmierflüssigkeiten, insbesondere die benötigten Drücke bei der inneren Zufuhr über die Werkzeuge dargestellt. Für das Innovationsteam hat sich nach mehreren Versuchen eine frequenzgeregelte Pumpe als Lösung angeboten, um den Prozess effizienter und damit ressourcen- und kostenschonender zu machen.

Die ungeregelte KSS-Pumpe, die in diesem Fall zwei Fahrständer/Arbeitsräume versorgte, wurde durch zwei kleinere frequenzgeregelte Pumpen ersetzt. Beide Pumpen werden über die Steuerung des Bearbeitungszentrums gesteuert und regeln für jede einzelne Bearbeitungsoperation auf den Punkt genau das benötigte Volumen und den benötigten Druck. Mit den positiven Ergebnissen in Bezug auf Energieeinsparung und Kostenvorteil sind die frequenzgeregelten KSS-Pumpen zur Standardoption aller STAMA-Zentren geworden.

Nachhaltige Stärken:

Im vorliegenden Fall hat sich eine Einsparung von 80% der elektrischen Energiekosten ergeben. Die einfache und kostengünstige Aus- oder Nachrüstung mit frequenzgeregelten KSS-Pumpen und die damit gesteigerte Effizienz bei Energieverbrauch verbessern den gesamten ECO-Footprint des Bearbeitungszentrums. Die Investition in eine Nachrüstung macht sich in weniger als zwei Jahren bezahlt.

Der Erfinder:

In der Firmenphilosophie von STAMA steht die Entwicklung von Innovationen an vorderster Stelle. Über 80% aller ausgelieferten Bearbeitungszentren sind Turnkey-Projekte inklusive Prozesslösung. Die daraus gewonnene fundierte Erfahrung und das erworbene umfassende Know-how sind die Basis eines exzellenten Engineerings in (fast) allen Branchen wie Automobilindustrie, Medizintechnik, Werkzeugtechnologie, Fluidtechnik …

Jede Abteilung hat ihr eigenes Innovationsprogramm und jeder Mitarbeiter beteiligt sich eigeninitiativ oder mit Zielvorgabe an der Lösungsfindung. Mag der Anstoß von einzelnen Köpfen ausgehen – im Ergebnis steht das Team hinter dem Erfolg.

Kurzprofil des Unternehmens:

Name: STAMA Maschinenfabrik GmbH
Hauptsitz: Schlierbach
Gründungsjahr: 1938
Mitarbeiter: 392
Lösungen: Vertikale Bearbeitungszentren, Fräs-Dreh-Zentren, Turnkey-Lösungen, Service

Internationalität: Weltweit über 70 Service- und Ersatzteilstationen