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"Biobeize" für Edelstahl

Die Herausforderung im Sinne der Nachhaltigkeit:

Edelstahl erhält seine Korrosionsbeständigkeit durch die Ausbildung einer schützenden, chemisch widerstandsfähigen Deckschicht (Passivschicht), deren Anteil an Chromoxiden letztlich den Grad der Korrosionsbeständigkeit bestimmt. Für die Ausbildung einer Passivschicht mit der erforderlichen Korrosionsbeständigkeit und dem dafür notwendigen Gehalt an Chromoxid ist gemäß dem heutigen Stand der Technik ein entsprechend hoher Gehalt an Chrom im Grundwerkstoff erforderlich. Zudem  müssen die Oberflächen zuvor durch chemischen  Metallabtrag mittels Beizen gereinigt werden Diese Beizverfahren sind extrem belastend für Umwelt und Gesundheit.

Die Möglichkeit, die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl zu verbessern, ohne zusätzlich teure und rare Legierungselemente und Umwelt und Gesundheit gefährdende Behandlungsverfahren einzusetzen, bietet erhebliche ökologische und ökonomische Vorteile.

Die Ausgangssituation:

Das Beizen von Edelstahl dient als abschließende Reinigung der Oberflächen von Zunder, Eisenabrieb und Anlauffarben, um die Ausbildung einer intakten Passivschicht als Korrosionsschutz zu ermöglichen. Dazu wird unter Verwendung von Flusssäure, Salpetersäure oder Schwefelsäure die oberste Werkstoffschicht, einschließlich der beschädigten Passivschicht, chemisch abgetragen, damit sich auf der gereinigten Metalloberfläche eine neue, intakte Passivschicht ausbilden kann. Die benötigte Konzentration an Chromoxid in der sich neu bildenden Passivschicht wird ausschließlich durch den Chromgehalt der Legierung bestimmt.
Wegen der mit der Verwendung dieser Säuren verbundenen Gesundheits- und Umweltrisiken und der beim Beizen freigesetzten Schwermetalle unterliegt das Beizen strengen Auflagen hinsichtlich Gesundheitsschutz sowie Abwasser- und Abluftbehandlung.

Die Lösung:

Eine nachträgliche Optimierung der Struktur der Passivschicht, bei gleichzeitiger Erhöhung des Gehalts an Chromoxid mittels umweltverträglichen Methoden, ermöglicht eine Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit, weitgehend unabhängig von der Legierung des Basiswerkstoffes, bei gleichzeitiger Umwandlung von Zunder und Anlauffarben in schützende Passivschichten ohne vorheriges Beizen.
POLINOX-Protect  von POLIGRAT optimiert bestehende Passivschichten, ohne diese selbst anzugreifen.  In der Passivschicht sowie in Zunder und Anlauffarben enthaltenes, der Korrosionsbeständigkeit abträgliches, Eisenoxid wird in Eisen und Sauerstoff gespalten. Das freigesetzte Eisen wird aus der Passivschicht entfernt, ohne diese selbst anzugreifen. Dies gilt auch für freies Eisen und Eisenabrieb. Die Chrom- und Nickeloxide bleiben erhalten. Im Ergebnis zeigen die Oberflächen nach der Behandlung eine deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit.
POLINOX-Protekt eignet sich auch zur Sanierung korrodierter Oberflächen, wobei diesen gleichzeitig eine höhere Korrosionsbeständigkeit verliehen wird.
POLINOX-Protect basiert auf der Anwendung biologisch abbaubarer, ungiftiger Chemikalien in wässriger Lösung, die bei der Anwendung keine schädlichen Gase oder Dämpfe und keine störenden Gerüche bilden. Es ist ein umweltverträgliches, wirtschaftliches und gefahrloses Verfahren, das eine deutliche Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit, unabhängig von der Legierung des Basiswerkstoffs, bewirkt. 

Die Anwendung kann gegebenenfalls durch eine kurzzeitige, gezielte Wärmebehandlung  ergänzt werden, die die Wirkung nochmals verbessert. Die Struktur der Passivschichten wird dahin gehend optimiert, dass sich die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahl drastisch verbessert. Die Korrosionsbeständigkeit liegt dann bei deutlich höheren Werten im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren wie Beizen, Elektropolieren oder Passivieren und wie sie sonst nur durch Einsatz höher legierter Werkstoffqualitäten.zu erzielen wäre.
Wegen der Ungefährlichkeit der Chemikalien kann die Anwendung problemlos auch vor Ort erfolgen. Eine wiederholte, regelmäßige Anwendung von POLINOX-Protect im Rahmen von Pflege und Instandhaltung ermöglicht mitunter auch den Einsatz von Edelstahl unter Umgebungsbedingungen, unter denen er dauerhaft nicht ausreichend beständig wäre.

Die nachhaltigen Stärken:

POLINOX-Protect ermöglicht eine nachträgliche Optimierung der Korrosionsbeständigkeit von Edelstahloberflächen, unabhängig von der Legierung und ohne aufwändige Vorreinigung und Belastung von Umwelt und Gesundheit. Die Anwendung ist einfach und kostengünstig. Sie kann jederzeit und auf jedem Finish erfolgen, ohne das Aussehen der Oberflächen zu verändern. Die Anwendung ermöglicht die Sanierung korrodierter Oberflächen auch vor Ort.

Die Erfinder:

Siegfried Pießlinger-Schweiger, Geschäftsführer
Dr. Olaf Böhme, Leiter Abt. Forschung + Entwicklung

Kurzprofil des Unternehmens:

Name: POLIGRAT GmbH
Hauptsitz: München
Gründungsjahr: 1953
Mitarbeiter: 180
Lösungen: Oberflächentechnik für Metalloberflächen zur Verbesserung der dekorativen und funktionellen Eigenschaften.
Internationalität:
Standorte im Ausland:
England, Frankreich, Ungarn, Schweiz, USA, Kanada
Vertriebspartner im Ausland:
Australien, Belgien, Finnland, Indien, Italien, Israel, Japan, Österreich, Polen, Spanien, Taiwan, Türkei, V.A.E.,
URL: www.poligrat.de